Gedenken an die Reichspogromnacht


In der sogenannten Reichspogromnacht, der Nacht des 09. November 1938, wurden im gesamten Deutschen Reich zahlreiche Synagogen sowie jüdische Geschäfte und Einrichtungen geplündert, zerstört und in Brand gesteckt. Tausende Menschen wurden verletzt, verschleppt und ermordet. Viele ihrer Nachbar:innen und Bekannten sahen weg, viele klatschten Beifall, manche waren gleich mit von der Partie.

Dieser Tag gilt zugleich als Sinnbild für den Beginn der systematischen Deportation und Ermordung von über 6 Millionen Jüd:innen in der Shoa. Allein aus Moers wurden zwischen 1933 und 1945 über 180 Jüd:innen ermordet.


In Erinnerung an die Opfer der Pogromnacht vor 83 Jahren habe ich heute an der Gedenkveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Stadt Moers am Mahnmal an der Alten Synagoge teilgenommen. Besonders wichtig fand ich die Redebeiträge von Schüler:innen der Gymnasien Adolfinum und Filder Benden, die sich im Unterricht intensiv mit der NS-Zeit und ihrer eigenen Stadtgeschichte auseinandergesetzt haben.


Auch heute werden Jüd:innen in Deutschland drangsaliert, bedroht und angegriffen. Auch heute schauen Menschen weg, stimmen innerlich zu, sind vielleicht sogar mit von der Partie. Gedenken wir der ermordeten Jüd:innen, verpflichtet uns das zugleich, die lebenden zu schützen, dem heutigen Antisemitismus und den Drangsalierungen entgegenzutreten, die Jüd:innen immer noch erfahren.


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